Interdisziplinäre Fortbildung

Interdisziplinäre Fortbildung

Erkrankungen des Gehirns werden traditionell immer noch danach unterschieden, ob es sich um neurologische (wie Alzheimer-Krankheit, Epilepsie, Hirntumor-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Schlaganfall) oder psychiatrische Erkrankungen (wie ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen, Depression, Schizophrenie, Sucht-, Zwangs- oder Angsterkrankungen) handelt. Die Einteilung in die medizinischen Fachgebiete Neurologie und Psychiatrie hat weiterhin Bestand.

Heute weiß man jedoch, dass psychische wie neurologische Erkrankungen auf Störungen der chemischen Informationsübertragung in bestimmten Gehirnbereichen beruhen, die durch Fehlfunktionen diskreter neuronaler Schaltkreise oder distinkte strukturelle Schädigungen hervorgerufen werden. 

Vor diesem Hintergrund soll erstmals ein Kongress stattfinden, der fächer- und disziplinübergreifend zertifizierte Fortbildungen, praxisorientierte und evidenzbasierte Updates über die neuesten diagnostischen und therapeutischen Entwicklungen vermittelt.

Unter anderem sollen folgende Themen abgehandelt werden:

• Aktuelle Arzneimittelstudien in der Neurologie 
• Ätiologie, Diagnostik und Therapie demenzieller Syndrome 
• Autoimmune Enzephalitiden und Delir 
• Bedeutung des Neuropeptids CGRP in der ganzheitlichen Behandlung von Kopfschmerzen  
• Chancen und Grenzen der digitalen Medizin 
• Das Gehirn und SARS-CoV-2  
• Depression, mehr als eine psychische Erkrankung 
• Diagnose und neue Therapien von primären Kopfschmerzen 
• Entwicklung von Leitlinien und deren Bedeutung für den praktischen Alltag 
• Interaktionspotentiale von Neuro-/Psychopharmaka: 
• Patientenzentrierte Outcome-Parameter der Multiplen Sklerose-Behandlung 
• Personalisierte Medizin in der Diagnose und Behandlung von Gehirnerkrankungen 
• Präbiotika und Nahrungsergänzungsmittel: Was hilft wirklich? 
• Suizidpräventiver Maßnahmen im Rahmen einer Depression 
• Update Parkinson 
• Was muss ich wissen, um Ergebnisse von klinischen Studien zu interpretieren? 
• Wie können Apotheker:innen und Ärzt:innen zusammenarbeiten, um Arzneimittel sicher einzusetzen?

Tipp

Zum Auftakt des Kongresses wird es ein knappes Resümee zum Stand der Debatte um das Verhältnis von Geist und Gehirn aus neurowissenschaftlicher und philosophischer Sicht geben.

Anschließend findet unter der Moderation von Prof. Dr. med. Dr. phil. Johannes Thome eine interdisziplinäre Diskussion zur Deutungsmacht in Bezug auf den menschlichen Geist statt.

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